Es gibt sie, die Frauen in Tech und Innovation. Nur sind sie oftmals nicht so sichtbar. Dagegen wollen wir etwas unternehmen: In regelmässigen Abständen stellen wir euch eine interessante Frau aus unserem Netzwerk vor.
Diesmal stellen wir euch Laura Kieser vor. Laura ist Consultant bei APP Unternehmensberatung und hat Wirtschaftsinformatik (MSc. Business Information Systems) studiert. Im Verein CH Open setzt sie sich ausserdem für Open Source Software und Standards ein. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt Laura im Zürcher Oberland.
Liebe Laura, erzähl uns ein bisschen was über dich… Wer bist du? Woher kommst du?
Laura: Ich bin ursprünglich aus Wald ZH (Zürcher Oberland). Meine erste WG war in der Stadt – es waren drei tolle Jahre im Kreis 5 in Zürich. Danach zog es mich in die Berge und ich blieb 8 Jahre im Wallis. In kleinen Schritten inkl. Zwischenstopp im schönen Bern und auch wieder in der Stadt Zürich bin ich nach knapp 14 Jahren wieder zurück nach Wald ZH gezogen. Mit dabei meine Tochter und mein Mann aus dem Wallis.
Wow, eine coole Tour-de-Suisse! Welche wertvollen Werte wurden dir von deinen Eltern mitgegeben?
Laura: Toleranz und Respekt gegenüber Mitmenschen aber auch Natur und Umwelt. Das hat mich sehr geprägt.
In der Tat wichtige Tipps! Wie bist du auf die Tech- und Innovationsbranche aufmerksam geworden? Was interessiert dich daran?
Laura: Im Bachelor Studiengang, als es darum ging die Hauptrichtung zu wählen. Dort hat es bei mir plötzlich klick gemacht: „Das ist Zukunft – da will ich mich rein knien.“
Du hast also schon immer gerne etwas strategisch gedacht! Was treibt dich bei der Arbeit?
Laura: Meine Arbeitskolleg*innen. Der Austausch in meinem Job ist einerseits wichtig aber auch bereichernd.
Worauf bist du besodners stolz?
Laura: Ich habe während meinem Master in Wirtschaftsinformatik 80% gearbeitet und das Studium trotzdem in 2 Jahren abgeschlossen. Es war zäch!
Phuuu, das kann ich mir vorstellen! Chapeau! Was war deine bisher grösste Herausforderung in deinem Job? Und wie hast du diese gemeistert?
Laura: Für mich war die Reduktion aufgrund meiner Mutterschaft auf 60% nicht einfach. Als Beraterin gibt es nicht wirklich einen Alltag – jeder Tag ist anders und es gibt vieles zu organisieren – privat wie auch beruflich. Die Tech Branche ist zudem schnelllebig, mir ist es wichtig an Themen dran zu bleiben – das ist gar nicht immer einfach. Wichtig ist, dass die Doppelrolle offen thematisiert wird und es viele helfende Hände gibt, die den Rücken frei halten.
Absolut. Ich hoffe, dass ihr mittlerweile gut eingespielt seid und genügend helfende Hände habt! Welche Ratschläge gibst du anderen Frauen in der Tech- und Innovationsbranche?
Laura: Vernetzt euch über Tech-Vereine! Seid mutig, bleibt authentisch und zieht euer Ding durch!
Vielen lieben Dank Laura, das ist unter Umständen ein sehr beruhigender Ratschlag. Für den nächsten Teil möchten wir von dir kurz und knapp wissen, was dir zu den genannten Begriffen als erstes in den Sinn kommt.
Diversität
Laura: Alle!
Zukunft
Laura: Leicht betrübt…
Frauen in Tech
Laura: Grossartig – endlich kommt frischer Wind in der Tech-Branche auf!
Algorithmen
Laura: Spannend aber liefern auch nicht für alles Antworten.
Internet of Things
Laura: Fliegende Autos und sprechende Kühlschränke – das wird die Zukunft.
Job-Sharing
Laura: Das geht – braucht aber noch viel Umdenken!
Pflege-Roboter
Laura: Ufff… nein! Höchstens als Assistent.
Spannend, danke dir! Und nun noch ein paar entweder… oder Fragen. Wofür entscheidest du dich bei den folgenden Begriffen (Lauras Antwort ist unterstrichen).
Online oder Face to Face?
Künstliche Intelligenz oder Menschliches Gehirn?
Digital oder Analog?
Urne oder e-Voting
Cocktail oder Bier?
Karriere oder Familie (oder Beides)?
Das war’s auch schon! Danke dir vielmals, liebe Laura. Sehr beeindruckend, wie du alles unter einen Hut bringst! Du bist ein echtes Vorbild für unsere Community! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg im Job und alles Gute dir und deiner Familie!
